


Bewegung - Wandel
Elisabeth Lockhart
Ja - so konnte das geheime Motto der ersten internationalen und einzigartigen Frauenkonferenz im Zeichen von Yogawissenschaft und Spiritualität gelautet haben. Da ist sie wieder - die Frauen-(in)-Bewegung. Diesmal aber - daran gibt es keine Zweifel angesichts der ungeheuer vielen, kompetenten und innovativen Projekte, die da vorgestellt
wurden, - diesmal wird die Bewegung nicht zu stoppen sein. Die Frauen nutzen nämlich keinen von der patriarchalen Welt überlassenen Freiraum, der ihnen jederzeit wieder genommen werden konnte, sondern die Kraft der Bewegung kommt aus der eigenen inneren Quelle, mit der sich die Frauen wieder - über Yoga - verbunden haben. Das machten eben die verschiedenen Aktivitäten der workshops und die kreativen Programme und Darbietungen am Abend deutlich.
Doch um was geht es eigentlich? Organisiert von einem Gremium internationaler Yogalehrerinnen aus der Tradition des Satyananda Yoga trafen sich vom 14. - 17 Juni 2001 im Dreiländereck in der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Marienthal, in dem noch immer Zisterzienserinnen leben, beten und arbeiten, in der Nähe von Gorlitz etwa 100 Frauen aus "aller Frauenländer" zu einem Austausch unter der überschrift: "Frauen, Spiritualität und Yoga".
Das "In-Bewegung-Sein", das überall und zwischen allen Frauen spürbar war, hat zwei Richtungen. Die eine ist nach außen gerichtet und verbindet Yoga mit gesellschaftlichen und politischen Aufgaben. Dazu gehorte auch der Schwerpunkt dieses Austausches: die Begegnung mit Frauen aus dem allernahesten Osten (Polen, Tschechei und Slowakei), aus den Kriegsgebieten am Balkan (Kroatien, Bosnien, Jugoslawien etc.) und aus den exkommunistischen Ländern (Kasachstan, Rußland etc.). Projekte wie z.B. " HathaYoga und das Peace-School-Projekt (N.G.O.)" aus der Slowakei, oder die Arbeit mit Traumata- und Folteropfern machen deutlich, daß da eine eigene Kraft der weiblichen Qualität sich entfaltet durch die spirituellen Techniken des Yogas, die auf ganz andere Art und Weise wirksam wird: die Yoga-Arbeit gibt Frauen einerseits mehr Kraft und Selbstvertrauen, um die Schwerstarbeit in den Krisengebieten bewältigen zu konnen, und andererseits hilft sie, die betroffenen Frauen in ihrem Bewußtwerdungsprozeß zu unterstützen, damit sie mit dem unvorstellbaren Leid konstruktiv und heilsam umzugehen vermögen.
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KONFERENZ 2001
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